Monero - die vielversprechende Kryptowährung

Monero - die vielversprechende Kryptowährung

 

 

Der Monero mit dem Kürzel XMR ist eine der derzeit rund 840 Kryptowährungen und gilt unter diesen als möglicher neuer Star. Dafür gibt es mehrere Gründe: Die virtuelle Währung betont stärker als der Bitcoin und andere Vertreter des online geschürften Geldes die Anonymität und Privatsphäre, beachtet strikt die gewünschte Dezentralisierung und ist anders (stufenlos) skalierbar. Damit kommt sie den Wünschen der Anhänger von Kryptowährungen wohl eher als beispielsweise der Bitcoin entgegen. Der Monero Kurs explodierte Anfang August 2017 von vormals 45 auf nunmehr 76 Euro, nachdem er zuvor lange stagniert hatte (Stand: 22.08.2017). Die Bezeichnung dieser virtuellen Münzen ist eine wörtliche Übersetzung aus der Kunstsprache Esperanto, wo das Wort “Münze” oder auch “Währung“ bedeutet. Es gibt ein Kernteam aus sieben Monero-Entwicklern, fünf davon sind anonym.

 

Technische Grundlagen des Monero

 

Für die Monero-Währung wurde - im Gegensatz zu den Bitcoincode-Abspaltungen wie beim Litecoin und mehreren anderen Kryptowährungen - ein vollkommen neuer Code programmiert, der unter Experten viel Anerkennung findet. Das ist insofern bedeutsam, als dass nur aufgrund dieses neuen Codes bestimmte Monero-Eigenschaften möglich sind, die einmal höchst bedeutsam werden könnten, wenn der Bitcoin möglicherweise an seine Grenzen stößt. Eine dieser Grenzen zeigte sich im Sommer 2017 bei der Aufspaltung in den klassischen Bitcoin und Bitcoin cash, weil einige Bitcoin-Miner mit den langsamer werdenden Transaktionsgeschwindigkeiten nicht mehr zufrieden waren. Das Monero CryptoNote-Protokoll vermeidet von vornherein solche Schwierigkeiten, die Monero Mining Difficulty passt sich stufenlos an (beim Bitcoin gibt es in regelmäßigen Abständen eine neue Stufe der Difficulty). Auch die Monero-Skalierbarkeit ist durch den Algorithmus für die Anpassung der Blockgröße besser als beim Bitcoin gegeben. Das könnte ein Grund dafür sein, warum zum Zeitpunkt des Bitcoin-Forks im August 2017 der Monero Kurs explodierte. Aber auch die sehr starke Anonymität und der für CPUs auf privaten Rechnern optimierte Proof-of-Work-Algorithmus trägt zur Beliebtheit bei, denn das Monero Mining könnte auf Dauer auch Privatleuten am heimischen PC gelingen, was beim Bitcoin zumindest in Europa (wegen der Stromkosten) praktisch nicht mehr lohnenswert ist.

 

 

Marktkapitalisierung, Teilbarkeit und mögliches Wachstum

 

Mit Stand vom 22. August 2017 beträgt die Marktkapitalisierung der Monero-Währung 1,0679 Milliarden US-Dollar. Das ist fast eine Verdoppelung in reichlich drei Wochen, denn am 28. Juli 2017 waren es noch 664 Millionen Dollar, im Dezember 2015 nicht einmal 3,8 Millionen Dollar. Aktuell dürfte es rund 15 Millionen XMR geben, die sich bis auf 0.000000000001 XMR teilen lassen (stärker als der Bitcoin, der nur acht Nachkommastellen erlaubt). Das Monero Mining bleibt wahrscheinlich für immer auf privaten Rechnern möglich, aktuell wird ein Block in etwa 2,5 Minuten generiert. Die Difficulty steigt wie erwähnt stufenlos. Auch der Mining Reward (Menge der pro Block erzeugten Münzen) fällt kontinuierlich und nicht stufenweise. Letzteres ist beim klassischen Bitcoin der Fall und führte in der Bitcoin-Gemeinde zum Streit und zur Abspaltung des Bitcoin cash. Die Monero-Menge soll einmal die der Bitcoins übersteigen und nicht absolut begrenzt werden. Eine kleine Inflation ist damit eingeplant, die langsam auf 0 % sinken soll. Beim gegenwärtigen Monero Kurs ist natürlich von Inflation keine Spur, doch eine kleine Inflation ist für jede Währung gesund und dürfte in wenigen Jahren oder Jahrzehnten auch den XMR betreffen, der damit zum höchst praktikablen und alltagstauglichen Geld würde. Das war schließlich auch für den Bitcoin vorgesehen und wurde in Japan sogar offiziell per Aufnahme in die Riege der Zahlungsmittel bestätigt, doch wer bezahlt mit einer deflationären Währung? Jeder ausgegebene Bitcoin ist ein Verlust, wenn er alsbald sehr viel wertvoller sein dürfte. Von diesem Phänomen sind beispielsweise auch Goldmünzen betroffen. Es steht daher zu erwarten, dass aufgrund des Monero-Konzepts und der dafür entwickelten Technik diese Währung in nicht allzu ferner Zukunft bessere Chancen auf allgemeine Akzeptanz hat.

 

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